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Tag 1 Junioren EM 2017

So, Achtung fertig los. Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Ungarn und Gastgeber Tschechien sind die 6 Gegner der Schweizer Rafael Artho und Björn Vogel.

Vogel / Artho

1000 Gedanken sind nicht nur im Kopf der Schlachtenbummler, sondern wohl auch in den beiden Köpfen der jungen Radballspieler. Nur sie sollten alle Gedanken ausblenden und sich nur auf ihr Spiel konzentrieren. Die 1000 Gedanken können in den Köpfen von Grossmutter, Mutter usw. sein. Im Kampf um die Halbfinalplätze wären sicher Deutschland als Titelverteidiger gesetzt, dahinter kämpfen Österreich, Tschechien, Frankreich und die Schweiz um die anderen 3 Plätze. Ungarn und Belgien sollten nur krasser Aussenseiter sind, wären aber sicher in der Lage Spielverderber zu sein. Für die Schweiz ging es richtig stark los, 1. Spiel Gegner Tschechien, 2. Spiel Gegner Österreich und der 3. Gegner Deutschland. Also nach den 3 Spielen wusste man schon sehr viel, wo man stehen würde.

Spiel 1 Schweiz gegen Gastgeber Tschechien 2:2
Spiel 1 war ein ganz besonderes Spiel, alles wäre möglich, denn es war der 1. Auftritt des Gastgeber Tschechien vor dem eigenen Publikum, immer was ganz spezielles aber auch der 1. Auftritt der ganz jungen Mosliger im Dress mit dem Schweizer Kreuz. Noch wichtiger, man hat noch nie gegen einander gespielt, man kennt sich nur dem Namen nach. Ein Vorteil für die Schweizer ? Beide Teams begannen vorsichtig und doch hatten die Schweizer mehr vom Spiel und es lag an Rafael Artho das 1. Tor für die Schweiz zu schiessen. Tschechien machte Druck und konnte mit einer halben Chance ausgleichen zum 1:1. Björn Vogel im Tor ärgerte sich zu Recht. Zusammen mit Rafael Artho versuchten sie wieder in Führung zu gehen, was ihnen auch super gelang mit einem schönen platzierten Flachschuss. Tschechien selber kam wieder zurück und glich aus zum 2:2, was auch das Ende war. Beiden Teams waren dies so recht, keine Niederlage zu beginnen der Junioren Europameisterschaft.

Spiel 2 Schweiz gegen Österreich oder Mosnang gegen Dornbirn 2:3
Spiel 2 nach einer kurzen Pause gegen Österreich. Die Gegner aus Dornbirn sehr gute alte Bekannte, gute Radballfreunde, man spielt sicher jedes Jahr 5 – 8x gegen einander am ASVÖ Cup, an Turniere usw. Man hatte auch schon gemeinsam zusammen in Trainingslagern trainiert in Albstadt oder in Frankfurt in Deutschland. Die Österreicher hatten Anspiel und legten los wie die Feuerwehr schon zappelte der Ball im Netz und es stand 1:0 für Österreich. Die Schweizer liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und versuchten ihr Spiel aufzuziehen. Dies gelang ihnen immer besser und Defensiv standen sie immer besser. Rafael Arto konnte einen Ball abfangen und einnetzen zum 1:1, jetzt war wieder alles offen. So blieb es bis zur 2.Halbzeit und dann konnte die Schweiz nach einem schönen Angriff mit 2:1 in Führung gehen. Jetzt wurde es hektisch, auch der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun und brachte noch etwas Stimmung auf das Feld, obwohl es gar nicht einfach war, das richtige zu pfeifen, denn die Spieler schenkten sich keinen Zentimeter. Nach einem für Österreich gepfiffen Freistoss, denn die Schweizer auch auf die andere Seite gesehen hatten, konnten Österreich 2 Minuten vor Schluss ausgleichen. Die Schweizer versuchten nochmals anzugreifen, waren aber zu ungenau. Es kam noch schlimmer, die Österreicher schossen kurz vor Schluss noch das 3:2. Die 1. Niederlage für die jungen Schweizer war da.

Spiel 3 Schweiz gegen Deutschland oder Neulinge gegen Titelverteidiger 1:6
Spiel 3 Schweiz gegen Deutschland, Neunlinge gegen Titelverteidiger oder wenn man es mit dem Fussball vergleichen würde, Schweiz gegen Liechtenstein, die jungen Mosliger wären aber die kleinen Nachbarn aus dem Fürstentum. Eigentlich keine Chance für die Schweizer, denn die Titelverteidiger sind 1 oder 2 Jahre älter, grösser, kräftiger, erfahrener, einfach in allen Belangen besser. Das einzige was auf ihnen lastet ist der Druck der eigenen Fäns, wieder den Titel zu holen und vorallem in überzeugender Manier. Die Mosliger kämpften wie die Löwen und Deutschland hatte grosse Mühe ins Spiel zu finden und sie konnten in der 1. Halbzeit nur einmal die Defensive der Schweizer knacken. 1:0 zur Pause für Deutschland, eine tolle Leistung der jungen Schweizer. In der 2. Halbzeit erhöhten die Deutschen den Druck und die Kräfte der Schweizer schwanden in der sehr warmen Halle langsam dahin. So gelang Deutschland weitere Tore, aber auch den Schweizer gelang der Ehrentreffer. Mit einem schönen verwandelten 4 Meter verkürzte Björn Vogel zum Schlussergebnis von 1:6.

Spiel 4 Schweiz gegen Ungarn 9:0
Das letzte Spiel des Tages gegen Ungarn, hier gehen die Schweizer als Favorit ins Spiel, denn ob Ungarn überhaupt schon einmal ein Spiel gegen die Schweiz gewonnen hat, weiss eigentlich niemand so genau, aber auf gepasst, der Coach der Ungarn Sitas Tamas spielt ausgerechnet in Mosnang Radball und sein Partner ist zufälligerweise Ruedi Artho, der Vater von Rafael Artho und Trainer vom Schweizer Team. Rafael Artho und Björn Vogel schossen regelmässig Tore und gewannen das Spiel hoch und überlegen mit 9:0. Sicher ein versöhnlicher Abschluss des 1. Tages.

Fazit des 1. Tages : 2. Tag muss entschieden
Das junge Schweizer Team hat gezeigt, dass man mit Österreich und Tschechien auf Augenhöbe ist und es wird sich am 2.Tag zeigen, wer besser mit seinen Kräften haushalten kann. Deutschland wird sich den Titel nicht nehmen lassen, dahinter ist aber alles offen. Aber es muss ein bisschen mehr kommen und auch das Glück dürfte den beiden Mal holt sein und dann ist wieder alles möglich. Im Kampf um die Halbfinalplätzen sind sie immer noch im Rennen, müssen aber am 2. Tag 2 sichere Siege gegen Frankreich und Belgien einfahren. Jetzt ist Erholung angesagt, denn am Samstag geht es für die Schweizer bereits um 08.30 Uhr wieder los, also ab ins Bett.

Kunstradfahren
Für die Schweiz gab es im Kunstradfahren schon die 1. Medaille. Im 2 er Juniorinnen holten sich Julia Hämmerli und Laura Bruder hinter Deutschland und vor Österreich die Silbermedaille. Im 1er der Junioren kam Jann Frei aus Brugg auf den 12. Platz in seinem 1.Jahr im Juniorennationalkader. Er musste leider etwas Lehrgeld zahlen und verpasste den gewünschten Platz unter den ersten 10 klar.