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Ramona Forchini an WM und Swiss Epic erfolgreich

Ramona Forchini hat erfolgreich an der Heim WM in der Lenzerheide sowie am Swiss Epic teilgenommen. Die eindrückliche Zuschauerkulisse an der Heim WM sowie ein starkes Teamwork am Swiss Epic haben diese beiden Anlässe ausgezeichnet.

08.09.2018 - Weltmeisterschaft Lenzerheide

Die Toggenburger Bikerin Ramona Forchini erkämpft sich im Hühnerhaut-WM-Rennen auf der Lenzerheide den 23. Rang. Obwohl ihr die Rennstrecke alles abverlangte, spürte sie trotzdem, wie viele Fans sie lautstark anfeuerten.

Nach der Zieldurchfahrt tat es die Wattwilerin Ramona Forchini auf der Lenzerheide zuerst einmal ihren Kolleginnen gleich: Sie legte sich flach auf die pickelharte Strasse, versuchte die Bergluft möglichst tief einzuatmen und sich einen Überblick zu verschaffen. Sie wusste weder wer sich die Medaillen geschnappt noch auf welcher Position sie ihre erste Elite-WM beendet hatte. Mindestens den 15. Platz wollte sie erreichen, der 23. wurde es. Im Nachhinein spielte der Rang sowieso eine untergeordnete Rolle.

«Ununterbrochen hat es über die Wurzeln, Steine, Sprünge geschlagen, es gibt hier keine Passage, auf der eine kurze Erholung möglich ist. Selbst geradeaus muss voll pedalt werden», fasste Ramona Forchini ihre sportlichen Eindrücke zusammen und zog ein positives Fazit: «Ich kann zufrieden sein, habe alles getan, was möglich war, habe gekämpft bis zum Schluss. Mehr lag nicht drin.»

Taktisch beging sie nicht den Fehler, sich vom hohen Anfangstempo leiten zu lassen. «Wer auf dieser Strecke nur kurz über das eigene Limit geht, wird sofort bestraft. Diesen Fehler habe ich nicht begangen, zu Beginn Kathrin Stirnemann ziehen lassen und sie dann gegen Ende überholt.»

Bei all den Hardware-Analysen drückten immer wieder die Emotionen durch. Noch zehn Minuten nach Ende der Tortur wies die 24-jährige professionelle Bikerin Hühnerhaut auf, Tränen liefen ihr die Wangen runter, wurde von den Gefühlen durchgeschüttelt. «Was da abging, war unglaublich. Fast auf jedem Meter erkannte ich jemanden, wurde ununterbrochen angefeuert. Ich bekam nicht einmal Zeit, um mit mir Mitleid zu haben», hatte sie während der 103 Kampf- und Krampf-Minuten den Humor nicht verloren.


15.09.2018 - Swiss Epic - 320km / 12500hm

Das aus der Not geborene Duo Ramona Forchini und Lara Krähemann vom Team jb BRUNEX Felt Factory hat bei der fünften Auflage des Swiss Epic (5-tägiges Etappenrennen) einen überraschend guten fünften Rang belegt.  

Ramona Forchini gehört ja selbst noch zu den jungen Sportlerinnen, doch beim Swiss Epic musste sie nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lisi Osl mit dem Ersatz Lara Krähemann die Rolle der Routinier einnehmen.

Und sie machte das offenbar ziemlich gut, denn das Duo eroberte einen nie erwarteten fünften Gesamtrang. Jeden der fünf Tage beendeten Forchini/Krähemann unter den besten Fünf, zweimal waren sie Vierte. „Das Swiss Epic war für mich unglaublich“, zeigte sich Krähemann am Samstag voller Emotionen. „Es war eine mega harte und intensive Woche, aber ich konnte enorm viel profitieren.“

Nicht nur an Weltranglistenpunkten, sondern auch was die Erfahrung an der Seite von Forchini angeht. „Ramona hat mich super unterstützt und mich immer wieder motiviert“, dankte sie Forchini nach ihrer Premiere bei einem Etappenrennen. 

Das Duo erlaubte sich in den fünf Tagen keinen Defekt, was die Grundlage war für die starke Schluss-Platzierung.

„Für mich war es eine tolle Woche, coole Trails, hammer Aussichten. Für Lara war es brutal hart, aber sie kämpfte sich hervorragend durch!“, fand Ramona Forchini.